Zum Weltkindertag: Kinderrechte sind Menschenrechte

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Der 20. Novem­ber ist nicht ein­fach nur Welt­kin­der­tag, son­dern mar­kiert einen für die Rech­te von Kin­dern weg­wei­sen­den Tag! Wir fei­ern heu­te die Ver­ein­ba­rung unver­äu­ßer­li­cher Rech­te für Kin­der. Denn: Kin­der­rech­te sind Men­schen­rech­te!

15079018_1156487541071529_7275194994250318116_nDer Welt­kin­der­tag geht dabei auf den 14. Novem­ber 1954 zurück, als die UN- Gene­ral­ver­samm­lung ihren Mit­glie­dern die Ein­füh­rung eines welt­wei­ten Kin­der­ta­ges emp­fahl, der welt­weit den Ein­satz für die Rech­te von Kin­dern för­dern soll­te. Dass das Datum des Welt­kin­der­tags dann auf den 20. Novem­ber fiel, geht auf zwei ent­schei­den­de Ereig­nis­se am sel­bi­gen Datum zurück: ein­mal die Ver­ab­schie­dung der „Erklä­rung der Rech­te des Kin­des“ durch die UN-Gene­ral­ver­samm­lung 1959 und zwei­tens die Ver­ab­schie­dung des „Über­ein­kom­mens über die Rech­te des Kin­des“ 1989. Die Erklä­rung von 1959 war ein ers­ter Schritt auf dem Weg, die Rech­te von Kin­dern zu sichern und ging von dem Gedan­ken aus, dass „die Mensch­heit den Kin­dern das Bes­te schul­det, was sie zu geben hat“. Sie wur­de ein­stim­mig ver­ab­schie­det, war jedoch kein völ­ker­recht­li­ch bin­den­des inter­na­tio­na­les Über­ein­kom­men. Dies geschah 1989 mit der Ver­ab­schie­dung des „Über­ein­kom­mens über die Rech­te des Kin­des“ (Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on). Kin­der­rech­te sind Men­schen­rech­te, wes­halb das Über­ein­kom­men zu den inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­ver­trä­gen der Ver­ein­ten Natio­nen gehört. Zudem ist die Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on mit 195 Ver­trags­staa­ten der am meis­ten rati­fi­zier­te inter­na­tio­na­le Men­schen­rechts­ver­trag, mit Aus­nah­me USA, wel­che die Kon­ven­ti­on noch nicht rati­fi­ziert haben. Das Über­ein­kom­men beinhal­tet eine Rei­he von essen­ti­el­len Rech­ten von Kin­dern, wie unter ande­rem das Recht auf Leben, auf Gesund­heit, auf Erzie­hung, das Recht vor Gewalt geschützt und das Recht, nicht dis­kri­mi­niert zu wer­den. Dar­über hin­aus trat 2002 ein Zusatz­pro­to­koll gegen Kin­der­han­del, Kin­der­pro­sti­tu­ti­on und Kin­der­por­no­gra­fie in Kraft.

Auch wenn die recht­li­che Situa­ti­on in der Pra­xis noch nicht per­fekt ist, so kön­nen die Rech­te nur ein­ge­klagt wer­den, wenn es dazu auch natio­na­le Geset­ze gibt, stellt die Ver­ab­schie­dung der Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on ein ent­schei­den­des Ereig­nis für die Rech­te von Kin­dern dar. Direk­te Fol­gen davon in Deutsch­land waren zum Bei­spiel eine Ver­bes­se­rung des Jugend­ar­beits­schut­zes und mehr Mit­spra­che­mög­lich­kei­ten für Kin­der und Jugend­li­che in Städ­ten und Gemein­den. Auf­grund die­ser his­to­ri­schen Bedeu­tung wird der 20. Novem­ber statt als Welt­kin­der­tag oft auch tref­fend als Inter­na­tio­na­ler Tag der Kin­der­rech­te bezeich­net.

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