Stärker auf die Menschen setzen: António Guterres als UN-Generalsekretär vereidigt

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Mit einem Plä­doy­er für eine Reform der Ver­ein­ten Natio­nen hat der Por­tu­gie­se Antó­nio Guter­res sei­nen Amts­eid als UN-Gene­ral­se­kre­tär abge­legt. “Die UNO muss wen­di­ger und effi­zi­en­ter wer­den”, sag­te Guter­res am Mon­tag nach sei­ner Ver­ei­di­gung vor der UN-Voll­ver­samm­lung in New York. Der 67-Jäh­ri­ge, der zum Jah­res­wech­sel die Nach­fol­ge des Süd­ko­rea­ners Ban Ki-moon antritt, for­der­te eine ver­bes­ser­te Reak­ti­on auf die aktu­el­len Kon­flik­te.

Es ist an der Zeit, dass die UNO ihre Unzu­läng­lich­kei­ten aner­kennt und ihre Funk­ti­ons­wei­se ändert”, sag­te Guter­res in sei­ner Rede vor Ver­tre­tern der 193 UN-Mit­glied­staa­ten. Der ehe­ma­li­ge UN-Flücht­lings­kom­mis­sar sprach sich ins­be­son­de­re für Refor­men in den Berei­chen Frie­den, nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und Ver­wal­tung aus.

SGd Guter­res takes his oath as UNSG.
Gene­ral Assem­bly Seven­ty-first ses­si­on, 59th ple­na­ry mee­ting — Appoint­ment of the Secreta­ry-Gene­ral of the United Nati­ons [item 113]
1.Tribute to the Secreta­ry-Gene­ral (A/71/L.40 (to be issued))
2.Oath of office of the Secreta­ry-Gene­ral-desi­gna­te
“Die Orga­ni­sa­ti­on ist der Grund­pfei­ler des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus und hat jahr­zehn­te­lang zu einem rela­ti­ven Frie­den bei­ge­tra­gen, aber die Her­aus­for­de­run­gen über­stei­gen inzwi­schen unse­re Reak­ti­ons­fä­hig­keit”, sag­te Guter­res. Ange­sichts zahl­rei­cher Kon­flik­te wie dem Krieg in Syri­en müs­se die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft “stär­ker auf Ver­mitt­lung, Schlich­tung und prä­ven­ti­ve Diplo­ma­tie set­zen”. Guter­res for­der­te auch eine bes­se­re
Koor­di­nie­rung der ver­schie­de­nen Unter­or­ga­ni­sa­tio­nen, die für den Anti-Ter­ror-Kampf zustän­dig sind.

Guter­res kri­ti­sier­te auch die UN-Frie­dens­mis­sio­nen. Die Blau­hel­me wür­den häu­fig ent­sandt, um “einen Frie­den zu sichern, den es nicht gibt”. Die Stra­te­gie und die Ein­sät­ze für Frie­den und Sicher­heit bedürf­ten einer umfas­sen­den Reform. Ins­ge­samt müs­se die UNO “stär­ker auf die Men­schen und weni­ger auf die Büro­kra­tie” set­zen.

In sei­ner Rede spiel­te Guter­res auch auf die Wahl von Donald Trump zum US-Prä­si­den­ten und auf den Vor­marsch von Popu­lis­ten in aller Welt an. “Angst beein­flusst die Ent­schei­dun­gen vie­ler Men­schen in der Welt”, sag­te er. Vie­le Bür­ger hät­ten kein Ver­trau­en mehr in ihre Regie­run­gen und in inter­na­tio­na­le Insti­tu­tio­nen. Es sei an der Zeit, “die Bezie­hun­gen zu erneu­ern.”

Die UN-Diplo­ma­ten zoll­ten Guter­res nach der Rede lan­gen Bei­fall. Der Por­tu­gie­se tritt am 1. Janu­ar sein neu­es Amt an. Sein Vor­gän­ger Ban hat­te zehn Jah­re — für zwei Amts­zei­ten — an der Spit­ze der UNO gestan­den. Der UN-Gene­ral­se­kre­tär steht welt­weit 44.000 Mit­ar­bei­tern vor.

(Text von UNRIC, https://www.unric.org/de/uno-schlagzeilen/27911-antonio-guterres-als-un-generalsekretaer-vereidigt, über­nom­men)

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