Nachfolge von Ban Ki-moon: Deutsche Parlamentarier setzen sich für einen starken und kompetenten Kandidaten oder Kandidatin ein

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In New York star­tet heu­te die zwei­te Pro­be­ab­stim­mung für die Nach­fol­ge von Ban Ki-moon und deut­scher Par­la­men­ta­ri­er rufen dazu auf, bei der Neu­wahl die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen der Ver­ein­ten Natio­nen nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren. Unlängst wer­den die Stim­men lau­ter, die einen wirk­mäch­ti­ge­ren Gene­ral­se­kre­tär in der Nach­fol­ge zum öffent­lich eher blass geblie­be­nen Ban Ki-moon for­dern.

Dr. Andreas Nick, CDU/CSU, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss
Dr. Andre­as Nick, CDU/CSU, Mit­glied im Aus­wär­ti­gen Aus­schuss

Es soll­te natür­lich der oder die von rele­van­ter Erfah­rung und geo­gra­phi­scher Per­spek­ti­ve am bes­ten qua­li­fi­zier­te Kan­di­dat oder Kan­di­da­tin wer­den”, sagt Dr. Andre­as Nick, CDU-Außen­po­li­ti­ker und VN-Exper­te, gegen­über #YourNextSG: “Und wenn das dann eine Frau ist, umso schö­ner!”

Ähn­lich sieht es der Vor­sit­zen­der der Deut­schen Gesell­schaft für die Ver­ein­ten Natio­nen, Det­lef Dzem­britz­ki, der ein “kom­pe­tenz­ba­sier­tes Ver­fah­ren” for­dert und infra­ge stellt, “ob die Pra­xis der regio­na­len Rota­ti­on beim Vor­schlags­recht noch zeit­ge­mäß” sei. Gegen­über Reu­ters gab der Grü­nen-Außen­po­li­ti­ker Omid Nou­ripour zur Pro­to­koll, dass es “höchs­te Zeit für eine Frau auf dem pro­to­kol­la­risch höchs­ten poli­ti­schen Job der Welt” sei.

Elke Ferner, Bundesvorsitzende Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
Elke Fer­ner, Bun­des­vor­sit­zen­de Arbeits­ge­mein­schaft Sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Frau­en (ASF)

SPD-Frau Elke Fer­ner, der­zeit Vor­sit­zen­de der Arbeits­ge­mein­schaft Sozi­al­de­mo­kra­ti­scher Frau­en (ASF), for­dert eine Frau als nächs­te UN-Gene­ral­se­kre­tä­rin. Es gäbe, so Fer­ner, “bereits qua­li­fi­zier­te Kan­di­da­tin­nen, die für das Amt bes­tens geeig­net wären”.

Doch wer bestimmt am Ende tat­säch­lich, wer an die Spit­ze der Ver­ein­ten Natio­nen rückt? For­mal die Gene­ral­ver­samm­lung, fak­tisch die fünf stän­di­gen Sicher­heits­rat­mit­glie­der (USA, Chi­na, Russ­land, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en). Mogens Lykketoft, der­zeit Prä­si­dent der Gene­ral­ver­samm­lung, hat eine deut­lich trans­pa­ren­te Nomi­nie­rungs­run­de gestar­tet. Damit ist sicher­lich ein Pro­zess in Gang gekom­men, hin­ter den der Sicher­heits­rat nicht wird zurück kön­nen. Klar ist aber auch: Nur die oder der Kan­di­dat, der in der Gunst aller aller fünf stän­di­gen Mit­glie­der steht, wird eine Chan­ce haben, tat­säch­lich nomi­niert zu wer­den. Dem Ver­neh­men nach wird sich die­ser Nomi­nie­rungs­pro­zess noch bis in den Sep­tem­ber hin­zie­hen.

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