#metoo – über Sexismus Debatten on- und offline

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An den aktu­el­len Dis­kus­sio­nen und Debat­ten über Sexis­mus gegen­über Frau­en, kommt man der­zeit nicht vor­bei, sei es im Fern­se­hen, Inter­net oder diver­sen sozia­len Medi­en, die die­ses The­ma aus­führ­lich dis­ku­tie­ren. Durch den Hash­tag #metoo wur­de die Aus­ma­ße der Pro­ble­ma­tik von Frau­en, die schon mal Opfer von sexu­el­ler Gewalt oder Beläs­ti­gung waren vor Augen geführt – wenn auch nur vir­tu­ell.

Klar ist, dass sich das The­ma Sexis­mus nicht nur auf den Fak­tor der Macht­ver­hält­nis­se zwi­schen Män­ner und Frau­en und auch nicht nur auf sexu­el­le Gewalt oder Beläs­ti­gung beschränkt, son­dern Frau­en welt­weit von sexu­el­ler Dis­kri­mi­nie­rung in unter­schied­li­chem Maße betrof­fen sind. Mit der UN-Women Orga­ni­sa­ti­on, besitzt die UN ein wich­ti­ges Organ, wel­ches sich welt­weit für die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter und Stär­kung von Frau­en ein­setzt.

Die­se hat im Jahr 2013, die Wer­be­kam­pa­gne #women should gestar­tet – eine Rei­he an Such­vor­schlä­gen, die auf Goog­le ange­zeigt wer­den, wenn man „Women should or should not/can not…“ oder „need to“ in die Such­mas­ke ein­gibt;  zum Vor­schein kom­men über­wie­gend nega­tiv behaf­te­te Ste­reo­ty­pen wie „Frau­en kön­nen nicht fah­ren“ bis hin zu stark dis­kri­mi­nie­ren­den State­ments wie „Frau­en soll­ten kei­ne Rech­te haben“ …“soll­ten in der Küche blei­ben“ oder auch „müs­sen ihre Gren­zen ken­nen“.

Die UN-Women sahen die­se Ergeb­nis­se als Erkennt­nis und Bestä­ti­gung, die­sen Dia­log wei­ter­zu­füh­ren und Bewusst­sein dafür zu schaf­fen. Denn die­se oft ver­harm­los­ten und wit­zig gemein­ten Sprü­che, sind vie­ler­orts Rea­li­tät und kön­nen die indi­vi­du­el­le Frei­heit von Frau­en ein­schrän­ken. Aber auch in der UN sel­ber gab es Sexis­mus Vor­wür­fe, so hagel­te es hef­ti­ge 2016 Kri­tik für die UN, für deren sym­bo­li­sche Ernen­nung der Comic Figur Won­der Woman als Ehren­bot­schaf­te­rin für welt­wei­te Frau­en­rech­te, auf­grund des „Pin-up“ ähn­li­chen Looks der Figur , der nicht reprä­sen­ta­tiv für Frau­en sein soll­te. UN-Mit­ar­bei­ter pro­tes­tier­ten dage­gen und for­der­ten per Peti­ti­on, den dama­li­gen UN- Gene­ral­se­kre­tär Ban Ki Moon, das Pro­jekt fal­len zu las­sen.

Dass Körb­chen­grö­ße und Kör­per­ma­ße nicht höchs­te Prio­ri­tät haben soll­ten, wur­de auch (iro­ni­scher­wei­se aber gera­de des­halb ein­drucks­voll) von den Teil­neh­me­rin­nen der dies­jäh­ri­gen Miss Peru Wahl prä­sen­tiert, die anstatt ihre Maße kund­zu­tun, auf die Miss­stän­de in ihrer Gemein­schaft und sexu­el­ler Gewalt und Unter­drü­ckung auf­merk­sam zu machen. Sexis­mus in all sei­nen Facet­ten betrifft Frau­en welt­weit  – dar­un­ter wahr­schein­lich eine gro­ße Mehr­heit, die sich nicht durch ein Hash­tag #metoo auf Twit­ter oder Face­book erkennt­lich machen kön­nen, dür­fen oder wol­len.

Quel­len: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/botschafterin-fuer-frauenrechte-wonder-woman-bringt-un-sexismus-vorwuerfe-ein-14492815.htmlhttp://www.unwomen.org/en/news/stories/2013/10/women-should-ads

Rebec­ca Bojasch ist Praktikantin/ Assis­ten­tin in der Geschäfts­stel­le und Öffent­lich­keits­ar­beit des DGVN Lan­des­ver­ban­des Ber­lin-Bran­den­burg.

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