Global, regional oder lokal? WHO-Ministerkonferenz zu Umwelt und Gesundheit

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Eine Kon­fe­renz zum The­ma “Gesund­heit und Umwelt” — hat Euro­pa nicht schon ähn­lich hohe und gute Stan­dards eta­bliert, um sei­ne Bewoh­ner vor gesund­heits­schäd­li­chen Ein­flüs­sen zu schüt­zen? So ein­fach ist es dann doch nicht. Es lohnt sich jeden­falls, genau­er hin­zu­schau­en, fin­det unse­re Gast­au­to­rin Miri­am Mona Mül­ler, die zudem auch als Jugend­de­le­gier­te auf der Kon­fe­renz ver­tre­ten sein wird. Die gro­ße Her­aus­for­de­rung besteht näm­lich dar­in, regio­nal auf die geo­po­li­ti­schen, sozio­öko­no­mi­schen und demo­gra­phi­schen Gege­ben­hei­ten ein­zu­ge­hen und folg­lich einen annä­hernd glei­chen inter­na­tio­na­len Stan­dard zu gewähr­leis­ten, der jedoch nicht die natio­na­len Cha­rak­te­ris­ti­ka außen vor lässt.

The World Health Orga­ni­za­ti­on pro­vi­des Dyp­t­he­ria and Tet­nus vac­ci­na­ti­ons given by Cuban doc­tors at the Natio­nal Sta­di­um in down­town Port-au-Prince. Sin­ce the ear­t­h­qua­ke that devas­ta­ted Hai­ti on Janu­ary 12th, peop­le who lost their homes have moved into the sta­di­um living in makes­hift tents and unsa­ni­ta­ry con­di­ti­ons.

Seit 1950 rückt die WHO mit Hil­fe des Welt­ge­sund­heits­ta­ges die Bedeu­tung von gesund­heit­li­chen The­men in die glo­ba­le Öffent­lich­keit. Die­ser Tag ist an den 7. April geknüpft und wid­met sich jähr­lich einer bestimm­ten The­ma­tik. Die­ses Jahr wird auf die Ursa­chen, Fol­gen und Behand­lun­gen von Depres­si­on auf­merk­sam gemacht. Ziel die­ser Akti­on ist es die glo­ba­le Bevöl­ke­rung zu errei­chen und zu sen­si­bi­li­sie­ren sowie zu mobi­li­sie­ren. Auf poli­ti­scher Ebe­ne wird dies unter ande­rem durch Kon­fe­ren­zen ermög­licht. Bei­spiels­wei­se fin­det vom 13. bis zum 15. Juni 2017 in Ost­ra­va (Tsche­chi­en) die 6. WHO-Minis­ter­kon­fe­renz Umwelt und Gesund­heit der Regi­on Euro­pa statt.

Warum Ostrava?

Die­se Minis­ter­kon­fe­renz der WHO bezieht sich auf die 53 Län­der der WHO Euro­pa Regi­on. Somit ist das Gast­ge­ber­land eines der Mit­glie­der. Zuletzt kamen im März 2010 die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer in Par­ma (Ita­li­en) zusam­men. Die Kon­fe­renz beschäf­tig­te sich damals inten­siv mit dem Schutz der Gesund­heit der Kin­der in einer sich ver­än­dern­den Umwelt. Wei­te­re Kon­fe­ren­zen wur­den 2004 in Buda­pest und 1999 in Lon­don sowie 1994 in Hel­sin­ki abge­hal­ten. Ursprüng­lich begann die inter­na­tio­na­le Platt­form 1989 in Frank­furt und ging mit der Ver­ab­schie­dung der Euro­päi­schen Char­ta zu den The­men Umwelt und Gesund­heit ein­her.

Wer ist vertreten und warum?

Um zwi­schen­staat­li­che Abkom­men auf Papier fest­hal­ten zu kön­nen, neh­men Ange­hö­ri­ge der Gesund­heits- und Umwelt­mi­nis­te­ri­en an der Kon­fe­renz teil. Effek­ti­ve und effi­zi­en­te Lösungs­an­sät­ze sind jedoch nicht ohne loka­le und regio­na­le Akteu­re mög­lich. Daher kom­men eben­so Exper­tin­nen und Exper­ten aus der Zivil­ge­sell­schaft im Rah­men des Dia­log­fo­rums zusam­men. Ergänzt wird das Netz­werk durch zwi­schen­staat­li­che Orga­ni­sa­tio­nen wie bei­spiels­wei­se durch die  Haupt­or­ga­ni­sa­to­ren WHO-Regio­nal­bü­ro Euro­pa, Wirt­schafts­kom­mis­si­on der Ver­ein­ten Natio­nen für Euro­pa und dem Umwelt­pro­gramm der Ver­ein­ten Natio­nen.

Was wird angestrebt?

Ziel ist es Abschluss­erklä­run­gen zu unter­zeich­nen und somit zukünf­ti­ge Schrit­te leich­ter in die Pra­xis umset­zen zu kön­nen. Aber auch bestehen­de natio­na­le Akti­ons­plä­ne für Umwelt und Gesund­heit sol­len fort­ge­führt wer­den und in neue Abkom­men mit ein­be­zo­gen wer­den. Kon­kret bedeu­tet dies bei­spiels­wei­se eine ver­bes­ser­te Infra­struk­tur der Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­ent­sor­gung, der Luft­qua­li­tät und das Ent­sor­gen von Alt­las­ten und Che­mi­ka­li­en.

 

Miri­am Mona Mül­ler ist Mit­glied des Arbeits­krei­ses Gen­der­ge­rech­tig­keit der DGVN und wird als Jugend­de­le­gier­te des Ver­eins Women Enga­ge for a Com­mon Future (WECF) bei der 6. WHO-Minis­ter­kon­fe­renz Umwelt und Gesund­heit 2017 der Regi­on Euro­pa dabei sein. Sie legt ihren MA Poli­tics, Admi­nis­tra­ti­on & Inter­na­tio­nal Rela­ti­ons an der Zep­pe­lin Uni­ver­si­tät in Fried­richs­ha­fen ab und ist Mit­grün­de­rin der stu­den­ti­schen Initia­ti­ve für Soci­al Entre­pre­neurship Soci­al Min­ders an der Zep­pe­lin Uni­ver­si­tät in Fried­richs­ha­fen.

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